
Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere. Sie leben in jedem Haushalt bis zu 1500 Meter über dem Meeresspiegel und finden bei 22 bis 30° Celsius optimale Lebensbedingungen.
Im Haushalt ist vor allem die Matratze
im Schlafzimmer der Ort, an dem sich sehr viele Milben aufhalten:
Sie bietet ausreichend Nahrung in Form von Hautschuppen und garantiert
zudem Feuchtigkeit und Wärme. Im Durchschnitt leben in einem
Bett ca. 10'000 Milben!
Der Ärzteverband Deutscher Allergologen
schätzt, dass jedem zehnten Deutschen der staubfeine Milbenkot
fast ganzjährig allergische Beschwerden beschert.
Ursachen
Die pulverfeine Kotausscheidungen der Milben, welche viele Eiweisse
enthalten, verursachen die Allergie. Im Gegensatz zu Pollen sind
Hausstaubmilben das ganze Jahr hindurch in der menschlichen Umgebung
vorhanden. Daher wird die Hausstaubmilben-Allergie auch als Ganzjahres
Allergie bezeichnet.
Symptome
Wenn am Morgen die Augen gerötet sind und die Nase sich verstopft
anfühlt, kann eine Hausstaubmilben-Allergie die Ursache sein.
Asthma bronchiale entsteht oft durch Hausstaubmilben-Allergie.
Die Beschwerden treten typischerweise
nachts oder morgens nach dem Aufwachen sowie beim Bettenmachen auf.
Das Beschwerdemaximum wird bei feuchter und warmer Witterung erreicht,
also zu Beginn oder gegen Ende der Heizperiode.
Vorbeugen -
Milbenzahl senken
Es ist kaum möglich, die Milben ganz aus dem Haushalt zu entfernen.
Ihre Anzahl lässt sich aber durch folgende Massnahmen deutlich
verringern:
- Matratze gründlich saugen (Milbenkot entfernen)
- Matratze vakuumieren (Milben ersticken)
- Matratze und Bettzeug mit milbenundurchlässigen
Bezügen überziehen
- Räume mit möglichst wenigen Polstermöbeln
einrichten
- Bettwäsche, Plüschtiere etc. bei min.
60° Celsius waschen
(Für Temp. empfindliche Textilien gibt es spezielle Waschlösungen)
- Matratzen und Polstermöbel im Notfall mit
Pestiziden einsprühen.
(Neben den synthetischen gibt es auch pflanzliche Sprays)
- Teppiche regelmässig mitreinigen (Tiefenreinigung
empfohlen)
- Vermeiden Sie Staubsammler wie Plüschtiere,
Kissen, getrocknete Blumen
- Hausstaubmilben mögen keine kalte Luft. Lüften
Sie deshalb täglich und vermeiden Sie Luftbefeuchter. Diese
Geräte richten im Hinblick auf Milben nur Schaden an!
Links zum Thema:
Info Bundesverband der Pneumologen
in Deutschland (PDF)
ARD
Hausstaubmilben
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